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Loveparade 24.07.2010 Gedenken, Trauer und Hilfsangebote
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Sie kamen zu Tausenden ins Ruhrgebiet nach Duisburg zur Loveparade, der weltweit größten Party. Die Loveparade endete mit Schrecken, 20 junge Menschen starben. Hunderte sind verletzt.
Dicht gedrängt wollen sich Menschen durch den Tunnel zum alten Güterbahnhof den Weg bahnen um ausgelassen zu feiern. Es ist eng, sehr eng. Gegen 17 Uhr beginnt die Katastrophe, es entsteht Panik. Die überwiegend jungen Menschen sowie auch Polizeibeamte, die für die Sicherheit sorgen erleben Todesangst. Die Situation gerät außer Kontrolle. Wer kann flüchtet vor dem Tunnel einen Hang hinauf. Zwischen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen versuchen Rettungskräfte und Polizeibeamte zu helfen und Leben zu retten. Dennoch sehen sie Menschen sterben, die gekommen waren, um miteinander zu feiern und können dies nicht verhindern. Hunderte Menschen sind verletzt und brauchen rasche Hilfe durch die Rettungskräfte.
Tausende sind bereits auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs und feiern ausgelassen. Sie ahnen nicht, was im Tunnel geschieht. Ihnen sagt niemand, was gerade passiert. Im Fernsehen und im Internet dagegen verbreitet sich sofort die Nachricht. Menschen aus dem Tunnel schaffen es kurze Videoaufnahmen zu machen und senden sie an Fernsehsender. Angehörige und Freunde sehen die Bilder, die Aufnahmen, die gesendet werden und wissen lange nicht, ob ihre Kinder, Geschwister oder Freunde unter den Verletzten sind oder gar unter den Toten. Bilder, die zu erschreckend sind, werden nicht ausgestrahlt. Dennoch zeigt sich ein Bild des Grauens. Verzweifelte und verängstigte, größtenteils sehr junge Menschen sehen direkt neben sich Gleichaltrige sterben, sind selbst gefangen inmitten anderer im Tunnel, die ebenso nicht entfliehen können um sich in Sicherheit zu bringen.
Menschen, die Panik, Todesangst, Ohnmacht erlebten, andere neben sich sterben sahen, brauchen Unterstützung. Einen sicheren Ort, Ruhe und Rückhalt, auch ohne sofort über das Erlebte sprechen zu müssen. Auch ihre Angehörigen, besonders jene, deren Kinder nicht mehr zurück kommen. Ebenso die Polizeibeamten und Rettungskräfte, die dort im Dienst waren, alles ihnen mögliche getan haben, um zu helfen, Leben zu retten und auch selbst inmitten des Gedränges im Tunnels unter den zahlreichen Menschen um ihr eigenes eigenes Leben bangten.
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Während die körperlichen Wunden der Überlebenden und teilweise lebensgefährlich Verletzten heilen werden, kann das Erleben von Todesangst, Panik und Ohnmacht die Seele erschüttern.
Betreuungsangebot der Polizei NRW
Betreuungshotline und E-Mail-Adresse
Telefon: 0201/ 82 98 091
Betreuungsangebot.Loveparade@polizei.nrw
Telefonseelsorge
Katholische Telefonseelsorge: 0800 111 0 222
Evangelische Telefonseelsorge: 0800 111 0 111
Muslimisches SeelsorgeTelefon: 030 / 44 35 09 821
Imagination als heilsame Kraft (Audio-CD), L. Reddemann
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Reaktionen auf ein Trauma
Psychische Traumatisierungen, wie beispielsweise auch nach Katastrophen äußern sich in Form einer akuten Belastungsreaktionen oder einer posttraumatischen Belastungsstörung. Dabei können die Betroffenen quälende Gefühle von Verzweiflung, Hilflosigkeit und Ohnmacht oder Übererregungssymptome erleben. Zu den möglichen Symptomen können auch Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit und Reizbarkeit zählen sowie Nervosität und Konzentrationsschwäche zählen oder auch Angststörungen, Depressionen und Erschöpfung.
Bilder des Erlebten können in Form so genannter Flashbacks vor dem inneren Auge auftauchen, welche so erlebt werden, als wiederhole sich das Erlebte jetzt gerade in der Gegenwart - und dies immer wieder. Auslöser (Trigger) können verschiedenste Sinnesreize sein, wie Gerüche, Worte, Farben oder Musik. Das ist ganz individuell verschieden.
Die hier beschriebenen Symptome können vorübergehend als akute Belastungsreaktion, auch für einige Wochen auftreten oder aber verzögert beginnen. Bleiben sie dabei bestehen entwickelt sich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Eine frühzeitige professionelle Hilfe, wie sie beispielsweise in Traumaambulanzen geboten wird, kann wesentlich dazu beitragen, einer Chronifizierung vorzubeugen.
Ein fester Rückhalt innerhalb der Familie und Freunden ist jedoch auch wesentlich, um wieder ein Gefühl der Sicherheit und der Ruhe zu entwickeln. Das benötigt Zeit und kann nicht 'herbei geredet' werden. Vielmehr ist es nicht sinnvoll, darauf zu drängen über das Erlebte zu sprechen. Selbst Todesangst zu erlebt zu haben, Panik und Ohnmacht ohne eine Möglichkeit zu entkommen und dabei andere Menschen sterben zu sehen, kann ein wortloses Grauen bedeuten, das möglicherweise schwer oder lange nicht in Worte gefasst werden kann. Sind die Symptome sehr quälend und anhaltend, reicht auch die Unterstützung im familiären Umfeld nicht aus. Es gibt speziell dafür ausgebildete Therapeuten, die dann helfen können.
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Traumambulanzen in NRW
Universitätsklinikum Aachen
Tel.: 0241/808 08 08 (Erwachsene)
und 0241/808 07 70 (Kinder und Jugendliche)
LVR-Kliniken Bedburg-Hau
Tel.: 02821/81 37 92
Bielefeld, Evangelisches Krankenhaus
Traumaambulanz
Tel.: 0521/772 – 78526
LVR-Kliniken Bonn
Tel.: 0228/551 – 2603
Vestische Kinderklinik Datteln
Tel.: 02363/ 975-470
St. Vinzenz-Hospital Dinslaken
Tel.: 02064/44 12 40
Elisabeth Klinik Dortmund
Tel.: 0231/913019-700
LWL-Klinik Dortmund
Tel.: 0231/4503-638 oder -694
Marien-Hospital Düren
Tel.: 02421/805-118
Stadt Düsseldorf, Gesundheitsamt
Tel.: 0211/89 95 368
LVR-Klinikum Düsseldorf
Kliniken der Heinrich-Heine-Universität
Tel.:0211-9224710
Klinikum Duisburg
Tel.: 0203/733 32 51
LVR-Klinik Essen
Universitätsklinikum Essen
Tel.: 0201/7227-521 (Erwachsene)
0201/7227-450 (Kinder und Jugendliche)
Notfallambulanz: 0201- 7227 0
Marien-Hospital Euskirchen
Tel.: 02251/900 oder 02251/90 11 02
LWL–Klinik Hamm Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Heilpädagogik
Tel.: 02381/89 34 44
LWL–Klinik Herten
Tel.: 02366/80 21 91 oder 80 21 95
LWL-Klinik Hemer
Tel.: 02372/861-0
Deutsches Institut für Psychotraumatologie e.V. (DIPT) in Köln
Tel.: 0172/2671727
Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Institutsambulanz Köln
Tel.: 0221/890 72 11
LVR–Klinik Köln
Traumaambulanz
Wilhelm-Griesinger-Straße 23
51109 Köln-Merheim
Tel.: 0221/8993 939
Notfallambulanz: 0221 89 93 610
7 Tage, 24 Std.
Alexianer Krankenhaus Krefeld
Tel.: 02151/ 34 72 80
LVR- Klinik Langenfeld
Tel.: 02173/10 22 044
LWL-Klinik Marsberg
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Tel.: 02992/601 40 00
Psychiatrie und Psychotherapie – Erwachsene
Tel.: 02992/601 10 00
Universitätsklinikum Münster
Tel.: 0251/835 29 05
St. Alexius-Krankenhaus Neuss
Tel.: 02131/13 62 40
LWL-Klinik Paderborn
Tel.: 02515/29 51 14
DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH
Tel.: 0271/23 45-206
LVR–Klinik Viersen
Tel.: 02162/96 52 11
Quelle: www.lvr.de
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